Mixed-Mannschaft

Oberaden, 03.06.2021. Mit einem standesgemäßen 4:0 Heimerfolg gegen überforderte Hammer Gäste ist der Oberadener Mixed-Mannschaft ein erfolgreicher Saisonstart geglückt.

Für das erste Spiel der laufenden Runde hätte man sich wettertechnisch keinen besseren Tag aussuchen können. Bei strahlendem Sommerschein starteten die Einzel um 10 Uhr. Es dauerte auch nicht lange, bis sich die ersten Zuschauer auf der Anlage einfanden, denn für 13 Uhr war noch die Saisoneröffnung des Vereins vorgesehen.

Wenig furchteinflößend lasen sich dagegen die LKs der Gegner, die von der Spielstärke her sämtlich im Bereich 20 aufwärts anzusiedeln waren. Da sollte es also auch nichts ausmachen, dass auf Oberadener Seite die Überspielerin, der Superstar, die unschlagbare Tennisgöttin des Ortes (gemeint ist natürlich unsere Clari ^^) fehlte, da sie ihre tennismäßige Unverwundbarkeit zeitgleich mit Methlers Damen in Deuten unter Beweis stellen musste. Natürlich wurde sie dieser Aufgabe souverän gerecht und gewann gleich vier Spiele.

Wer aber mehr darüber wissen möchte, muss eine andere Seite besuchen, denn hier geht es ja schließlich um den SuS. Und für den traten in den Einzeln die nicht ganz so unbesiegbare, dafür aber nicht minder sympathische Christina Künstler und, wie der Spielbericht zweifelsfrei beweist, auch Gerrit George an.

Christina vertrat Clara absolut ebenbürtig und ließ deren Abwesenheit schon nach wenigen Minuten komplett vergessen. Souverän hatte sie ihre Gegnerin zu jeder Zeit im Griff. Selten hörte man von Christina ein paar Unmutsbekundungen nach verschlagenen Bällen, welche bei dem Spielstand jedoch gar nicht angebracht gewesen wären. Während Gerrit sich noch durch den ersten Satz quälte (später mehr dazu), lag Christina schon uneinholbar mit 6:0, 5:0 in Front. Am Ende gewann sie absolut ungefährdet mit 6:0, 6:1. Ob dieser eine Spielverlust unvermeidbar war oder ob Christina ihrer Gegnerin nur die Heimreise etwas versüßen wollte, bleibt dahingestellt.

Ungewiss war nach der langen Winterpause hingegen das Leistungsvermögen von Gerrit George. Sämtliche Versuche des Mannschaftsführers, Gerrit noch durch formstärkere Spieler wie Marcel Veit oder Raphael Kellermann zu ersetzen, waren leider erfolglos geblieben. Zumindest optisch kam Gerrit aber wie verwandelt aus dem Winter. Attraktiv und gutaussehend wie nie zuvor flogen ihm bereits beim Walk-on-Court die Herzen der weiblichen Zuschauerinnen zu.

Formtechnisch bestand bei Gerrit jedoch noch Luft nach oben. Bereits nach dem Einspielen waren die Kraftreserven zu 90 Prozent aufgebraucht und spätestens nach dem ersten Aufschlag der Partie befand sich Gerrit im anaeroben Bereich. Glücklicherweise erging es dem Gegner nicht besser und so entwickelte sich dennoch ein ausgeglichener erster Satz. Nach 2:0 und 5:4 Führung stand es plötzlich 5:6 und schließlich konnte Gerrit den Satz noch im Tiebreak glücklich, wenn nicht gar unverdient, für sich entscheiden.

Erst im zweiten Satz brachte Gerrit seine Stärken besser zum Einsatz. Insbesondere seine gewohnt solide, beidhändige Rückhand schlug nun ein ums andere Mal im gegnerischen "Teefeld" (heißt glaube ich so) ein. Als beim Stand von 4:1 dann auch noch die kleine, räudige Netzkante auf Gerrits Seite war und einen verunglückten Vorhandschlag unerreichbar abfälschte, hatte der Gegner endgültig keine Lust mehr und gab auf.

Das abschließende Mixed musste also die Entscheidung bringen. Mannschaftsführer Hendrik Maaz und Luisa Schulte-Tigges waren sich der Wichtigkeit dieser Partie bewusst und gingen es hochprofessionell an. Luisa engagierte eigens die Vorsitzenden Hajduk und Kampowski, um sie für dieses Match einzuspielen. Hendrik hingegen hatte bei Gerrits Sieg so hautnah mitgefiebert, dass er sich erst noch zwanzig Minuten davon erholen musste.

Glücklicherweise fand er im Mixed mit Luisa dann eine Partnerin vor, auf die er sich in jeder Hinsicht verlassen konnte. Hendrik beherzigte gekonnt die altbekannte Tennisweisheit, wonach im Doppel die wichtigsten Ansagen "Du" und "Deiner" sind. Zwischendurch mal ein lässiger Volley oder ein platziertes Stöppchen, den Rest erledigten Luisa oder - ehrlich gesagt - oftmals auch die Gegner selbst. Das Endergebnis von 6:0 und 6:0 gab beiden schließlich die Gewissheit, dass selbst Djokovic und Williams das Spiel nicht höher hätten gewinnen können.

Der Tennistag endete entspannt mit ein paar kühlen Drinks und netten Gesprächen auf der Anlage, welche sich inzwischen zur Saisoneröffnung noch weiter gefüllt hatte. Das nächste Spiel steigt bereits in zwei Wochen (19.06.2021) in Dorstfeld.

Das Foto zeigt die siegreichen Spieler Luisa Schulte-Tigges, Hendrik Maaz und Gerrit George. Christina Künstler ist leider nicht im Bild.